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Familienstellen und Übersicht 2012
 


Integrative Primärtherapie

Die Integrative Primärtherapie basiert auf der Erfahrung,
dass neurotische Symptome und neurotisches Fehl-
verhalten die Folge ungefühlter Gefühle sind, die sich
durch „gefühlsmäßiges Erinnern“ auflösen können.
Sie beinhaltet Erkenntnisse von Arthur Janov,
C. G. Jung, Perl und Gesichtspunkte der Systemischen
Familientherapie. Was ich persönlich zusätzlich
integriere, ist das Wissen über die Psychosomatik aus
der Clustertherapie nach U. J. Heinz.


„Gehe in Deine Zelle,
und Deine Zelle wird Dich alles lehren,
was es zu wissen gibt.“ (T. Merton, Mönch)

Deine Zelle = Du selbst.
Jede unserer Körperzellen enthält alle Informationen
über unseren ganzen Körper. Traumatisierungen, die
während unseres Lebens stattgefunden haben, werden
so aufbewahrt und können wieder abgerufen und
erinnert werden. Wenn z. B. eine Verletzung stattge-
funden hat in der frühen Kindheit, kann sie heute –
noch einmal gefühlt als starker Erwachsener –
(spagyrisch gedacht: trennen, bearbeiten und wieder
vereinen) jede Zelle unseres Körpers gesunden lassen.

Wenn das direkte Fühlen blockiert ist, entstehen
Krankheiten, weil wir immer über die Grenzen der
Belastbarkeit gehen und es nicht einmal wahrnehmen
können. Wir sind abgeschaltet.
Dann besteht unser Leben nur noch aus
Vorwürfen an die Vergangenheit
und Erwartungen an die Zukunft.
Was uns entgeht, ist das Jetzt.
Leben ist nur im Jetzt möglich.

Der Primärprozess ist Wegbereiter für die Möglichkeit,
sich wieder ganz zu fühlen und Lebensfreude,
Lebenslust, mit sich selbst und den anderen im Jetzt zu finden.
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